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Trockene Hufe im Sommer: Ursachen, Symptome und die richtige Pflege 

Der Sommer ist für viele Pferde die schönste Zeit des Jahres: lange Weidegänge, Ausritte bei Sonnenschein und viel Bewegung im Freien. Doch die heißen Temperaturen und langanhaltende Trockenheit stellen die Pferdehufe vor besondere Herausforderungen. Trockene, spröde und rissige Hufe sind in den Sommermonaten keine Seltenheit und können langfristig die Gesundheit des gesamten Bewegungsapparates beeinträchtigen. 

In diesem Beitrag erfährst du, woran du trockene Hufe erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und wie du die Hufe deines Pferdes im Sommer optimal pflegen kannst.

Warum trocknen Pferdehufe im Sommer aus? 

Pferdehufe sind täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Besonders im Sommer wirken verschiedene Faktoren gleichzeitig auf das Hufhorn ein: 

  • anhaltende Hitze und intensive Sonneneinstrahlung 
  • trockene, sandige oder steinige Böden 
  • lange Trockenperioden starke Wetterwechsel zwischen Trockenheit und Regen 
  • zu lange Hufbearbeitungsintervalle 
  • ein unpassender oder älterer Beschlag 

Vor allem sandige Böden entziehen dem Huf zusätzlich Feuchtigkeit. Das Horn verliert dadurch an Elastizität, wird spröde und kann leichter ausbrechen oder Risse entwickeln.

Warum gesunde Hufe so wichtig sind

Der Huf trägt das gesamte Gewicht des Pferdes und sorgt gleichzeitig für Stabilität, Dämpfung und einen gleichmäßigen Bewegungsablauf. Ist der Huf geschädigt, wirkt sich das häufig auf den gesamten Bewegungsapparat aus. 

Bricht beispielsweise zu viel tragende Hornwand aus, muss das Pferd vermehrt auf der empfindlicheren Sohle laufen. Dadurch kann es auf steinigen Böden fühlig werden und sich ungern bewegen. Bleiben Hufprobleme unbehandelt, können sich Fehlbelastungen entwickeln, die wiederum Sehnen, Bänder und Gelenke zusätzlich beanspruchen.

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Woran erkennst du trockene Hufe? 

Nicht jeder trockene Huf sieht sofort problematisch aus. Folgende Anzeichen können jedoch auf einen Feuchtigkeitsmangel hindeuten:

  • feine oder tiefe Risse in der Hufwand 
  • ausbrechendes oder bröckelndes Horn 
  • verminderte Elastizität des Hufes 
  • lose oder schlecht haltende Hufeisen 
  • erhöhte Empfindlichkeit auf hartem oder steinigem Boden 
  • im schlimmsten Fall Schmerzen oder Lahmheit 

Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser lassen sich größere Schäden vermeiden.

Die richtige Pflege bei trockenen Hufen

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  • Feuchtigkeitsaustausch im Huf funktioniert uneingeschränkt und die natürliche Feuchtigkeit im Huf wird gebunden

Wasser statt zu viel Fett
Ein häufiger Irrtum ist, dass trockene Hufe möglichst oft mit Huffett oder Huföl behandelt werden sollten. Tatsächlich fehlt trockenen Hufen jedoch in erster Linie Feuchtigkeit, nicht Fett.
Am effektivsten ist es deshalb, die Hufe zunächst ausreichend mit Wasser zu versorgen. Idealerweise werden die Hufe etwa 15 Minuten gewässert, damit das Hufhorn genügend Feuchtigkeit aufnehmen kann. Erst anschließend kann ein geeignetes, wasserfreundliches Pflegeprodukt dabei helfen, die aufgenommene Feuchtigkeit länger im Huf zu halten. 

Morgentau als natürliche Feuchtigkeitsquelle
Eine einfache und natürliche Möglichkeit ist ein Weidegang am frühen Morgen. Der Morgentau versorgt die Hufe mit Feuchtigkeit und unterstützt die natürliche Elastizität des Hufhorns. Viele Pferde profitieren besonders in längeren Trockenphasen von dieser zusätzlichen Feuchtigkeitsaufnahme.

Wasserfreundliche Hufpflegeprodukte verwenden
Nicht jedes Hufpflegeprodukt eignet sich gleichermaßen für trockene Hufe. Wasserfreundliche Pflegeprodukte ermöglichen weiterhin den natürlichen Feuchtigkeitsaustausch des Hufes und helfen dabei, die aufgenommene Feuchtigkeit länger im Horn zu speichern. Klassisches Huffett oder Huföl sollte dagegen nur sparsam verwendet werden, da eine dicke Fettschicht die Wasseraufnahme behindern kann. 

Regelmäßige Hufbearbeitung nicht vergessen
Neben der täglichen Hufpflege spielt die regelmäßige Bearbeitung eine entscheidende Rolle. Zu lange Hufe verändern die Hufstellung und können Fehlbelastungen verursachen. Deshalb sollten die Hufe, unabhängig davon, ob das Pferd beschlagen ist oder barhuf läuft, etwa alle sechs bis acht Wochen von einem Hufschmied oder Hufpfleger kontrolliert und bearbeitet werden. 

Bewegung unterstützt gesunde Hufe
Gesunde Hufe brauchen Bewegung. Durch den sogenannten Hufmechanismus wird bei jedem Schritt die Durchblutung angeregt. Dadurch gelangen Sauerstoff und Nährstoffe besser in das Hufhorn und unterstützen dessen Wachstum. Ausreichender Weidegang und regelmäßige Bewegung tragen daher wesentlich zu einer guten Hufgesundheit bei. 

Saubere Haltung schützt die Hufe
Neben Trockenheit kann auch mangelnde Stallhygiene den Hufen schaden. Feuchte und verschmutzte Einstreu begünstigt unter anderem die Entstehung von Strahlfäule. Ein sauber gemisteter Stall und trockene Liegeflächen helfen dabei, die Hufe gesund zu erhalten und Infektionen vorzubeugen. 

Kann die Fütterung die Hufqualität beeinflussen?
Neben der äußeren Pflege spielt auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen eine Rolle für gesundes Hufwachstum. Insbesondere Biotin, Zink, Kupfer und essenzielle Aminosäuren tragen zur Bildung eines stabilen Hufhorns bei. 

Wichtig ist jedoch etwas Geduld: Neues Hufhorn wächst langsam. Bis sich eine verbesserte Hornqualität sichtbar zeigt, können vier bis sechs Monate vergehen. Eine ausgewogene Fütterung unterstützt daher langfristig die Hufgesundheit, ersetzt jedoch keine regelmäßige Hufpflege.

Fazit

Trockene Hufe gehören im Sommer zu den häufigsten Herausforderungen in der Pferdehaltung. Mit einer Kombination aus regelmäßiger Hufbearbeitung, ausreichender Feuchtigkeitsversorgung, einer passenden Hufpflege und einer ausgewogenen Nährstoffversorgung kannst du die Hufgesundheit deines Pferdes gezielt unterstützen. 

Kontrolliere die Hufe täglich, achte auf erste Veränderungen und reagiere frühzeitig. So lassen sich viele Probleme vermeiden, bevor sie zu schmerzhaften Rissen oder Lahmheiten führen.

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